Kegeln von A bis Z


A


wie Abräumen

Beim Abräumen spielt der Kegler den ersten Schub auf das volle Bild. Die nicht gefallenen
Kegel werden wieder aufgestellt. Der Spieler kegelt nun so lange auf die verbliebenen Kegel,
bis alle getroffen wurden. Danach kommt das volle Bild wieder und er beginnt erneut, abzuräumen.

wie Alkohol

Alkohol ist für die mitwirkenden Spieler während eines Kegelkampfes gemäß Kegelordnung verboten.
Die Spieler dürfen erst nach Beenden des Wettkampfes, also erst, wenn der letzte Spieler fertig ist,
Alkohol zu sich nehmen.

wie Aufsatzbohle

Bei der Abgabe der Kugel muß der Kegler diese auf der Aufsatzbohle auflegen, da ansonsten der
Belag der Kugellauffläche beschädigt wird.

B



wie Bahn

Die Bahn ist ca. 26 Meter lang und ca. 1,50 Meter breit. Sie unterteilt sich in
Kugellauffläche, Fehlwurfrinne (wenn vorhanden, sonst Bande - bei älteren Bahnen),
Spielbereich und Kegelbereich.
Der Spielbereich besteht aus Anlauffläche und Aufsatzbohle (dem ca. 35 cm breiten Streifen in der
Mitte der Anlauffläche), der Kegelbereich aus Kugellauffläche, Kegelstand (oder Kegelbild) und
Kugelfang. (siehe auch “Wissenswertes”)

wie Bezirk

Der Landesfachverband Bayern ist in 8 Bezirke eingeteilt:
München, Niederbayern, Oberbayern, Schwaben, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken.

C


wie Center

Bei mehr als vier Kegelbahnen nebeneinander spricht man von Kegelhalle oder auch Kegelcenter.

wie Classic

Das Kegeln auf Asphalt- und Kunststoffbahnen bezeichnet man im Deutschen Keglerbund als
Kegeln auf Classic-Bahnen. Weiterhin gibt es im DKB die Sektionen Bohle, Schere und Bowling.

D


wie DKB

Die verschiedenen Länder haben eigene nationale Verbände. In Deutschland ist das der DKB
(Deutscher Kegler Bund). Zu ihm gehören die vier Sektionen Asphalt, Bohle, Schere und Bowling.

wie Durchführungsbestimmungen

Die Durchführungsbestimmungen ergänzen die DKB-Sportordnung für den Spielbetrieb aller
Spielklassen im Landesfachverband Bayern. Diese weichen in den einzelnen Bezirken voneinander ab.

E


wie Einzelmeisterschaften

Beim Kegeln werden neben den Mannschaftsmeisterschaften auch Einzelmeisterschaften ausgetragen.
Von der Stadt- und Kreismeisterschaft über die Bezirksmeisterschaft und Landesmeisterschaft kann
man sich für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

wie Ersatzspieler

Der Ersatzspieler (oder Einwechselspieler) ist für den Fall gedacht, der eigentlich beim Kegelsport
nicht eintreten sollte, aber dennoch unvorhergesehener Weise eintreten kann,
der Fall der Verletzung eines Spielers.
Die Aufgabe des Ersatzspielers ist es, sich während des Punktspieles oder Wettkampfes immer
einsatzbereit zu halten, also immer aufgewärmt zu sein, denn er muß dann auf das vom
auszuwechselnden Spieler erreichte Ergebnis und auf die bis zu seiner Einwechslung gespielten
Würfe weiterspielen! Bei 6er-Mannschaften darf zwei mal ausgewechselt werden.

F



wie Fehlwurf

Als Fehlwurf bezeichnet man den Wurf an den Kegeln oder dem Kegel vorbei, also wenn man bei
einem Wurf keinen Kegel getroffen hat, bzw. die Bande berührt hat oder in die Fehlwurfrinne
geschoben hat.

wie FIQ

An der Spitze aller internationalen Kegelverbände steht der
Weltverband FIQ (Fédération Internationale des Quilleurs).

G


wie gemischte Mannschaft

Eine gemischte Mannschaft besteht aus mindestens vier und bis zu sechs Spielern.
Sie setzt sich aus Damen und Herren zusammen. Diese kegeln nur in der untersten Klasse und
100 Wurf pro Spieler oder Spielerin. Eine gemischte Mannschaft darf trotz Meistertitel nicht aufsteigen!
Außer : Wenn die gemischte Mannschaft zu einer reinen Damen- bzw. Herren-Mannschaft wird,
jenachdem, ob überwiegend Damen oder Herren eigesetzt wurden!

wie ”Gut Holz”

Der Sportgruß “Gut Holz” kommt aus den Zeiten des Kegelsports, in denen die Kegel noch aus Holz
gefertigt wurden. Heutzutage werden sie aus einem speziellen Kunststoff gegossen (siehe auch
Rubrik “Wissenswertes”), der Gruß aber blieb bis heute erhalten.

H


wie Handy
Gemäß Kegelverordnung ist der Betrieb von einem Handy, also der Klingelton, während des
Wettkampfes nicht ausdrücklich verboten, aber um die Konzentration der Kegler nicht unnötig zu
stören, sollte man das Handy ausschalten oder wenigstens den Klingelton abschalten, bzw. auf lautlos
stellen. Die Schiedsrichter in den höheren Klassen weisen vor jedem Wettkampf darauf hin.
Die Kegler, die sich gerade auf der Bahn befinden, werden es den Zuschauern mit guter Leistung danken.

I


wie Informationen

Diese Homepage soll Informationen vermitteln, auf den Kegelsport aufmerksam machen und auch
ein bischen unterhaltend sein. Sollten irgenwelche hier befindlichen Informationen nicht der Wahrheit
entsprechen oder falsch sein, bitte ich Euch, mir per e-Mail eine Berichtigung zu senden. ottcd@web.de
Sollte jemand Lücken aufspüren oder ergänzende Mitteilungen haben, bin ich für jede Nachricht dankbar.

J


wie Jugend
Im Kegelsport gibt es auch Jugendmannschaften bestehend aus vier weiblichen oder vier männlichen
Jugendlichen. Hier sind auch gemischte Mannschaften möglich.
Es gibt weibliche und männliche B-Jugend (von 10-14 Jahren), die mit der B-Kugel, also der kleinen
Vollkugel spielen müssen (diese wiegt nur ca 2kg und hat 14 cm Durchmesser), sowie weibliche und
männliche A-Jugend (von 15-18 Jahren), die schon mit der normalen Vollkugel ( 2,7 kg und 16 cm
Durchmesser) spielen müssen.
(Anm. d. Verf.: was sich bei genauem Beobachten nicht als Nachteil herausstellt.)

K


wie Kegel und Kugel

siehe Rubrik “Wissenswertes”
wie Klingel
Werden bei einem Wurf 8 Kegel getroffen, wobei der mittlere Königskegel stehen bleiben muß, also
ein Kranz, oder alle neun Kegel, so ertönt eine Klingel oder Glocke, die je nach Bahnhersteller oder
Wunsch ganz unterschiedlich klingt.

L


wie Lochkugel

Die Lochkugel unterscheidet sich von der Vollkugel durch zwei Bohrungen, in die üblicherweise der
Daumen und der Mittelfinger gesteckt werden können.
Die Lochkugel darf nur in den unteren Klassen gespielt werden, ab einem Alter von 50 Jahren, oder ab
einem bestimmten Versehrtengrad. Nicht jedoch auf Mannschafts-Meisterschaften.
Bei Einzel-Meisterschaften nur in dafür vorgesehen Klassen, wie Seniorinnen und Senioren
und Versehrte ab oder mit einem bestimmen Versehrtengrad, den der Sportarzt bestimmt.

M


wie Mannschaft
Eine Mannschaft besteht aus 6 Spielern und einem Ersatzspieler. Pro Punktspiel darf also nur einmal
ausgewechselt werden.
wie Meisterschaft

Im Kegelsport gibt es die unterschiedlichsten Meisterschaften:
Stadt- und Kreismeisterschaften, Bezirksmeisterschaften, Landesmeisterschaften,
Deutsche Meisterschaften, Europameisterschaften, Weltmeisterschaften.
Für weibliche und männliche Jugendliche, weibliche und männliche Junioren,
Damen, Herren, Seniorinnen und Senioren in mehreren Altersklassen,
für weibliche und männliche Versehrte in den unterschiedlichsten Handicap-Klassen.
Für Mannschaften und im Einzel. Und natürlich für Freizeitkeglerinnen und -kegler.

N


wie “noch was?”

Wer hat noch eine Idee für A bis Z?

O


wie
Zur Zeit noch ohne Eintrag.

P


wie Pause
Von etwa Ende März, Anfang April bis Anfang September ist in den verschiedenen Ligen und Klassen
Sommerpause. Eine neue Saison beginnt also Anfang September und endet etwa Ende März,
Anfang April im neuen Jahr. In der Sommerpause werden die einzelnen Meisterschaften durchgeführt.

wie Protest
Ist eine Mannschaft mit dem Ablauf eines Wettkampfes nicht einverstanden, so kann sie Protest
einlegen. Dieses muß der Mannschaftsführer von der protestierenden Mannschaft auf dem noch nicht
unterschriebenen Spielbericht vermerken mit Begründung. Ist ein Schiedsrichter vorhanden, muß der
Protest diesem mitgeteilt werden, bevor er das Spiel beendet hat. Danach ist ein Protest unwirksam.
Der Protest geht zum Spielleiter, der den Protest behandelt, wenn er eine Bestätigung über die Bezahlung der Protestgebühr in Höhe von 100,-€ an den DKBC vorliegen hat. Die Gebühr gibt es allerdings zurück bei Stattgebung des Protestes.
wie Punkte
Die siegreiche Mannschaft erhält zwei Pluspunkt, die besiegte Mannschaft erhält zwei Minuspunkte.
In sehr seltenen Fällen kommt es vor, daß sich zwei Mannschaften unentschieden trennen und somit
jeder der beiden Mannschaften einen Pluspunkt und einen Minuspunkt bekommt.
Durch die Zusammenzählung der Plus- und Minuspunkte über die ganze Saison wird der jeweilige
Tabellenplatz einer jeden Mannschaft einer Liga oder Klasse ersichtlich.
Wer am Saisonende die meisten Pluspunkte und die wenigsten Minuspunkte erreicht hat,
steigt auf in die nächsthöhere Klasse bzw. Liga.

Q


wie Qualifikation

siehe auch Einzelmeisterschaften.

R


wie Rauchen
Das Rauchen ist während eines Wettkampfes oder einer Meisterschaft im Kegelbereich ausdrücklich
verboten! Es darf aber in dafür vorgesehenen und ausgewiesenen Bereichen geraucht werden.
Dieses Verbot gilt für Spieler und Zuschauer gleichermaßen! Sollte auf einer Kegelbahn aufgrund von
Platzproblemen keine Raucherzone eingerichtet sein, so muß leider in einen anderen Raum
ausgewichen werden, oder sogar ins Freie gegangen werden.

wie Regeln (auch Spielregen)
Die Regeln (Spielregeln, Wettkampfregeln, Turnierregeln) sind in der DKB-Sportordnung festgelegt,
sowie in den Durchführungsbestimmungen der einzelnen Landesverbände und Bezirke.
wie Rekorde
Rekorde sind Höchstleistungen für Einzel- oder Mannschafts-Wettbewerbe.
Sie können nur gespielt werden bzw. als gespielt gewertet werden, wenn ein entsprechender
schriftlicher Beleg dafür vorliegt, d. h. wenn der Schreiber eingeschaltet ist und es einen Wurfschein gibt.
Es gibt Bahnrekorde, Rekorde bei verschiedensten Meisterschaften, wie z. B. Deutsche Meisterschaft,
Europameisterschaft, Weltmeisterschaft.
Es kann auch vorkommen, daß die Rekorde, die in der Punkterunde der Bundesliga gespielt werden,
höher sind, als z. B. die der Weltmeisterschaft. Das kommt daher, daß Weltrekorde nur auf Welt-
meisterschaften gespielt werden können, Deutsche Rekorde nur auf Deutschen Meisterschaften usw.

S


wie Schiedsrichter
Von der Bezirksligaan aufwärts werden Schiedsrichter eingesetzt.
Die jeweilige Heimmannschaft ist dafür verantwortlich und muß sich darum kümmern, daß ein
Schiedsrichter zum Heimspiel anwesend ist.
Der Schiedsrichter ist verantwortlich für einen reibungslosen Spielablauf und die ordnungsgemäße
Durchführung des Wettkampfes nach den neuesten Bestimmungen des DKB.
Er hat die Pflicht, eventuelle Unsportlichkeiten der einzelnen Spieler sofort nach Auftreten zu ahnden.
Das kann mit einer mündlichen Verwarnung beginnen, kann beim wiederholten Fall eine gelbe Karte
sein, und bei erneuten Unsportlichkeiten oder Uneinsichtigkeit sowie Stenkerei gegenüber dem
Schiedsrichter eine gelb-rote Karte nach sich ziehen. In seltenen Fällen, aber dennoch schon passiert,
kann der Schiedsrichter sogar die rote Karte alleine zeigen. Die Kartenfarbe erklärt sich wie folgt:
Gelbe Karte:
Der Spieler ist vom Schiedsrichter verwarnt worden.
Dem vorrausgegangen ist eine mündliche Verwarnung
Der nächste Schub wird gezählt und die dabei erzielten Holz werden voll gewertet.
Gelb-rote Karte:
Der Spieler wird erneut vom Schiedsrichter verwarnt.
Der nächste Schub wird gezählt, aber die dabei erzielten Holz werden nicht gewertet.
Rote Karte:
Der Spieler wird disqualifiziert. Er muß sofort die Bahn verlassen.
Er darf seine restlichen Wurf nicht fertigspielen und er darf auch nicht ausgewechselt werden.

T


wie Training
Das Training ist für Sportkegler sehr wichtig. Es dient dazu, seinen Bewegungsablauf zu optimieren,
seine Treffsicherheit zu verbessern und seine Kondition und Konzentration auszubauen.
Für Konzentration und Kondition pflegen viele Sportkegler noch andere Sportarten nebenher, wie z.B.
Laufen, Radfahren, Schwimmen, Krafttraining und sogar mentales Training wird von einigen praktiziert.
wie Turnier
Während der Sommerpause richten viele Vereine verschiedene Turniere für Sportkegler oder
Freizeitkegler aus, bei denen man unterschiedliche Preise oder Pokale und Urkunden gewinnen kann.

U


wie Übertritt
Wer beim Kegeln mit dem Fuß auf die Übertrittslinie oder sogar auf die Kugellauffläche tritt,
begeht einen Übertritt. Dieser löst die Übertritt-Signalisierung an der Anzeigetafel der jeweiligen
Bahn aus (meist ein blinkender Schuhabdruck und das Blinken der gelben Leuchte).
Der Schiedsrichter mußte daraufhin nach dem alten Regelwerk mit der gelben Karte verwarnen.
Nach dem neuen Regelwerk muß er das nicht mehr tun, kann aber verwarnen.
Der Schub wird gezählt und die dabei erzielten Holz werden voll gewertet.
Die gelbe Karte wird durch einen Bahnwechsel nicht aufgehoben, sie wird also mit auf die
andere Bahn genommen.
Sollte der Spieler erneut einen Übertritt begehen, was die Signalisierung blinkender Schuhabdruck
und gelbe und rote Leuchte zur Folge hat, egal, ob auf der gleichen Bahn oder auf einer weiteren,
wird vom Schiedsrichter sofort die gelb-rote Karte gezeigt.
Der bei diesem Übertritt ausgeführte Schub wird gezählt, aber die dabei erzielten Holz nicht!
Bei jedem weiteren Übertritt wiederholt sich diese Wertung!

V


wie volles Haus, in die Vollen
Als volles Haus oder in die Vollen werden im Kegelsport alle neun aufgestellten Kegel bezeichnet.
wie Vollkugel
Als Vollkugel wird die Kugel ohne Löcher bezeichnet.
Sie ist bei Sportkeglern die am häufigsten verwendete Kugel.

W


wie WNBA, WBA
Die FIQ unterteilt sich in die
WNBA (World Ninepin Bowling Association) - Weltverband der Sportkegler
und die WBA (World Tenpin Bowling Association) - Weltverband der Bowler.

X


wie X oder Kreuz
Als X oder Kreuz wurde in der “vorelektronischen” Zeit, also als man jeden Wurf noch auf einem
Wurfschein per Hand eintragen mußte, ein Fehlschub gekennzeichnet.

Y


wie
Zur Zeit noch ohne Eintrag.

Z


wie Zeit
Beim Kegeln hat der Spieler pro 50 Wurf ein Zeitlimit von 20 Minuten vorgegeben.
Erreicht er die 20-Minuten-Grenze bevor er seine 50 Wurf komplett absolvieren konnte,
werden die Kegel automatisch hochgezogen und ein weiteres kegeln auf dieser Bahn ist
für ihn nicht mehr möglich. Erst nach dem Bahnwechsel stehen ihm erneut 20 Minuten zur Verfügung.
wie Zuschauer
Ein wesentlicher Bestandteil beim Kegeln sind die Zuschauer. Je mehr Zuschauer dem Spiel
beiwohnen, desto besser kann die Atmosphäre sein. Da jeder Club oder Verein und oft auch jede
Mannschaft seine eigenen Anfeuerungsrufe hat, ist bei guten Leistungen Stimmung vorprogrammiert.
Umgekehrt kann gute Stimmung im Zuschauerbereich die Spieler zu besseren Leistungen anspornen.
wie zuguterletzt
Bei allem Philosophieren und Diskutieren um den Kegelsport sollte man aber eines nicht vergessen:
In den allermeisten Fällen ist und bleibt es ein Sport, dennoch nicht zu vergleichen mit den
Hobby-Keglern, aber die wenigsten von uns Sportkeglern bringen wirklich eine solche
Ausnahmeleistung, um sich mit ihrem Sport den Lebensunterhalt verdienen zu können.
So sollte doch bei aller Verbissenheit die gute Laune, der Spaß am Sportkegeln, die Geselligkeit
und vor allen Dingen die Fairness dem Gegner oder der gegnerischen Mannschaft gegenüber
nicht auf der Strecke bleiben.